Urin-/Harnuntersuchung

Das Urin- bzw. Harnsediment (lat. sedimentum: Bodensatz) ist eine Methode, bei der die festen Bestandteile des Urins aufbereitet und mit dem Mikroskop untersucht werden. Wenn bestimmte nicht-lösliche Bestandteile im Urin vorhanden sind, kann dies auf Erkrankungen des Urogenitalsystems (Nieren, Harnleiter, Blase) hinweisen.

 

Bei der Untersuchung werden organisierte Urinsedimente (Urinzylinder, Epithelzellen, Leukozyten, Erythrozyten, Bakterien) von nicht-organisierten Urinsedimenten (Kristalle) unterschieden. Für die Aufbereitung wird eine standardisierte Methode angewendet: Es werden 10 ml Urin 5 Minuten bei 500 g in der Zentrifuge geschleudert. Danach werden vom Überstand 9,5 ml verworfen und der Bodensatz in den verbliebenen 0,5 ml aufgenommen. Zur Untersuchung wird ein Tropfen des Sediments unter einem Mikroskop betrachtet. Zellen im Sediment werden in einer Zählkammer bestimmt.

 

 

In bestimmten Fällen betrachten wir das Urinsediment zusätzlich unter dem Dunkelfeld-Mikroskop. Dort ergeben sich weitere Anhaltspunkte zur Beurteilung.